Prüfpflichten für haustechnische Anlagen - Schornsteinreinigung

Seit dem 1.1.2013 dürfen Sie Ihren Schornsteinfeger frei wählen, werden aber auch enger in die Verantwortung und Haftung genommen. Das bisherige Schornsteinfegergesetz ist am 31.12.2012 außer Kraft getreten. Seit 1.1.2013 gilt das Schornsteinfeger-Handwerksgesetz (SchfHwG). Den früheren Bezirksschornsteinfegermeister gibt es nicht mehr; er firmiert jetzt unter dem Namen Bezirksbevollmächtigter. Sie dürfen Ihren Schornsteinfeger jetzt frei wählen, vorausgesetzt, er ist im Schornsteinfeger-Register beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gelistet. Die freien Schornsteinfeger dürfen allgemeine Schornsteinfegertätigkeiten ausführen. Dazu zählen insbesondere Überprüfungs-, Kehr- und Messarbeiten.

Haus- und Wohnungseigentümer müssen die gesetzlich vorgeschriebenen Schornsteinfegerarbeiten allerdings selbst veranlassen und dem Bezirksbevollmächtigten einen Nachweis erbringen, dass die Maßnahmen zur Betriebs- und Brandsicherheit fristgerecht durchgeführt worden sind. Bei Nichteinhaltung der Vorgaben kann ein Bußgeld bis zu 5.000 € drohen.

Wann, was, und in welchen Abständen geprüft werden muss, erfahren Sie durch den Feuerstättenbescheid, den Ihnen Ihr Bezirksbevollmächtigter übergeben hat. Der Feuerstättenbescheid ist kostenpflichtig und gibt exakt Auskunft darüber, welche Reinigungs-, Überprüfungs- und Messarbeiten an den in Ihrem Gebäude betriebenen Feuerungsanlagen durchzuführen sind.

Wenn Sie für die allgemeinen Schornsteinfegerarbeiten einen freien Schornsteinfeger beauftragen, haben Sie es künftig mit zwei Personen zu tun, nämlich mit dem von Ihnen gewählten freien Schornsteinfeger und dem Bezirksbevollmächtigten. Wer den damit verbundenen Verwaltungsaufwand scheut, kann auch beim bisherigen Bezirksschornsteinfegermeister – dem jetzigen Bezirksbevollmächtigten – bleiben. Dann läuft alles weiter wie bisher.


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© IKV Erwin Ruff April 2013

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